4 August 2013 - 15:03
Pakistan will Gas Projekt mit dem Iran vorantreiben

Islamabad will nach den Worten des pakistanischen Ministers für Öl- und Naturressourcen das Gaspipeline-Projekt mit dem Iran vorantreiben.

Shahid Khaqan Abbasi sagte am heutigen Samstag im Gespräch mit Reportern in Islamabad dazu, Pakistan solle zur Sicherstellung des Budgets für die Bauarbeiten der Gas-Pipeline mit den Vertretern der neuen Regierung im Iran  Gespräche führen. Er deutete darauf hin, dass auch die Türkei und Armenien zu den Importländern des iranischen Gases gehören.  Das Abkommen über Lieferung des iranischen Gases nach Pakistan wurde bereits 2010  unterzeichnet. Man kam damals  überein, dass binnen  zwei Jahren 21.500.000 Kubikmeter Gas aus dem Hafen Assaluyeh in den Hafen Nawabshah im Süden Pakistans geliefert werden. 
Im vergangenen März warnten die USA vor dem Milliardenprojekt. „Um ganz klar zu sein, wenn dieses Geschäft abgeschlossen wird, wirft das ernsthafte Bedenken wegen unserer Iran-Sanktionsgesetze auf“, mahnte damals Außenamtssprecherin Victoria Nuland. „Das haben wir unseren pakistanischen Partnern klargemacht.“ Doch Islamabad gibt sich unbeeindruckt. „Das Projekt ist eine historische Errungenschaft, um Pakistans Energiebedürfnisse zu befriedigen und ein Meilenstein in den pakistanisch-iranischen Beziehungen, für die Förderung des regionalen Handels, der Vernetzung und von Frieden und Sicherheit in der ganzen Region“, erklärte der frühere pakistanische Präsident Ali Zardari. 
Seit Jahren gibt es Pläne für die Pipeline, früher war auch Indien dabei. Vor allem die USA haben immer wieder Druck dagegen gemacht. Um den Iran außen vor zu halten, wurde öfter eine Route durch Afghanistan genannt, die will wegen der Sicherheitslage allerdings erst recht niemand bauen.